Hier finden Sie uns

Michael Rohde Elektrotechnik
Am Heesbach 6
57223 Kreuztal

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

02732 28033 02732 28033

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Überspannungsschutz

 

Nicht nur Blitze können Geräte zerstören

Wer an Überspannung denkt, meint damit meist einen Blitzeinschlag. Doch auch im ganz normalen Betrieb kommt es immer wieder zu Überspannungen ... ohne, dass ein technischer Defekt vorliegt.

So können beispielsweise im Ein- und Ausschaltmoment von Leuchtstofflampen (umgangssprachlich fälschlicherweise auch Neonröhren genannt) Spannungsspitzen von mehreren Tausend Volt entstehen. Bei den gerade angesprochenen Neonröhren, die oft für geformte Leuchtwerbung verwendet werden, allerdings auch. Auch am selben Stromnetz angeschlossene Industriebetriebe - selbst wenn diese mehrere Kilometer entfernt sind - können mit ihren Maschinen Spannungsspitzen erzeugen, die Ihre elektronischen Geräten zerstören können.

Mit einem richtig ausgewählten Überspannungsschutz können Sie diese Schäden, und natürlich auch durch Blitze verursachte Überspannungen, zuverlässig verhindern. 

 

Früher ging es doch auch ohne Überspannungsschutz?!?

Richtig. Überspannungsschutz ist noch ein recht junges Thema in der Elektrotechnik. Früher war er in Privathaushalten praktisch nicht vorhanden. Früher gab es aber auch nur einfache Glühlampen, wo heute elektronische Energiesparlampen und Leuchtdioden (LEDs) leuchten. Früher gab es rustikale Röhrenfernseher, wo heute elektronische High-Tech-Flachbildschirme laufen. Früher gab es einen simplen Toaster, wo heute eine elektronische Mikrowelle mit integriertem Grill steht. Früher gab es eine Schreibmaschine, wo heute ein elektronisch betriebener Computer samt Monitor, Drucker und Dolby-Surround-Anlage steht.

Früher ist nunmal nicht heute. Früher brauchte man keinen Überspannungsschutz - heute schon. Zum einen ist der finanzielle Schaden bedingt durch die zahlreichen elektronischen Geräte ungleich höher als früher, und zum anderen sorgen eben jene elektronischen Geräte selbst dafür, dass das Stromnetz in deutschen Haushalten immer "unsauberer" wird.

 

Ich brauche keinen Überspannungsschutz, denn ich bin ja versichert...

Wer meint, dass die Versicherung bei Überspannungsschäden schon für den Schaden aufkommen wird, guckt im Schadensfall schnell in die Röhre. Denn es gibt hier 2 wichtige Dinge zu beachten:

1) Sind Sie gegen Überspannung, oder nur gegen Blitzschlag versichert? Wenn Sie nur gegen direkte Blitzeinschläge versichert sind, dann muss der Blitz schon in Ihren Dachstuhl einschlagen. Ein Einschlag ins Stromnetz, oder in die benachbarte Gegend, reicht nicht aus, um von der Versicherung Geld zu sehen.

2) Wenn Sie gegen Überspannung versichert sind, müssen Sie nachsehen, ob Sie nur gegen "Überspannung aus atmosphärischer Entladung" - also Gewitter - versichert sind, oder auch gegen "Überspannung aus Schalthandlungen", wie sie etwa von Leuchtstofflampen und benachbarten Industriebetrieben erzeugt werden kann.

Zudem müssen Anlagen, die nach 2007 errichtet wurden, gemäß der VDE-Vorschrift "DIN VDE 0100-443:2007-06" nach Durchführung einer individuell zu erstellenden Gefährdungsanalyse mit korrekt ausgewählten Überspannungsschutzgeräten ausgestattet sein. Die in Baumärkten erhältlichen "Überspannungsschutz-Steckdosen" und dergleichen lachen sich über einen Blitzeinschlag nur tot ... und lassen die Überspannung nahezu ungehindert durch. Sie helfen höchstens bei sehr niedrigen Überspannungen.

Sie kennen diese VDE-Vorschrift nicht?
Nunja, Ihre Versicherung kennt sie mit Sicherheit. Spätestens dann, wenn sie einen Schaden begleichen soll.

Doch neben dem finanziellen Schaden, haben Überspannungen schon so manche PC-Festplatte für immer vernichtet.

Was sind Ihnen Ihre Daten wert?

Wie lange können Sie ohne Telefon und Internet leben?

Oder wenn Sie ein Gewerbe betreiben: Kann Ihre Firma den Datenverlust und die Ausfallzeiten verkraften?

 

Ich hatte noch nie einen Überspannungsschaden. Wozu also einen Überspannungsschutz einbauen lassen?

Sind Sie ganz sicher, dass Sie noch nie einen Überspannungsschaden hatten?
Gibt es in Ihrem Haushalt keine Geräte, die scheinbar ohne jeden Grund nicht mehr richtig funktioniert haben?

Die Elektronik hat eigentlich nur 3 Feinde, die sie zerstören kann:

- Hitze
- Wasser
- Überspannung

Die Hitze haben die Hersteller eigentlich ganz gut im Griff. Wer nicht gerade bei seinem Sat-Receiver die Lüftungsschlitze unter einem Tischdeckchen versteckt, oder den PC mit einem defekten Lüfter betreibt, braucht in unseren Breitengraden keine Angst zu haben, dass unter normalen Betriebsbedingungen die Elektronik zu heiß werden könnte.

Auch Wasser ist in den meisten Wohnungen kein Thema. Wenn Sie nicht gerade in einer Tropfsteinhöhle wohnen, oder Ihr Handy in die Badewanne werfen, ist die normale Luftfeuchtigkeit für unsere elektronischen Geräte kein Problem.

Bliebe noch die Überspannung. Woher wollen Sie wissen, dass bisherige unerklärliche Fehlfunktionen nicht durch eine Überspannung erzeugt wurden? Wenn nach einem heftigen Gewitter am nächsten Tag der Garagentorantrieb nicht mehr funktioniert, ist die Sache klar. Was aber, wenn sich ohne Gewitter das Tor plötzlich von alleine öffnet, Ihr PC plötzlich laufend abstürzt oder der elektrisch betriebene Rollladen seine gespeicherten Zeiten verloren hat? Vielleicht gab es einige Tage oder Wochen zuvor ein Gewitter, durch dessen Überspannung erst schleichend ein Defekt im Gerät entstanden ist. Vielleicht gab es aber auch eine Überspannung, weil eine Leuchtstofflampe geschaltet wurde, und die Spannungsspitze zufälligerweise den Weg in Richtung Rollladenschalter genommen hat.

Wenn Hitze und Feuchtigkeit ausgeschlossen werden können, bleibt als Fehlerursache meist nur noch die Überspannung übrig.

Elektronik hat keinen "Verschleiß". Da bewegt sich nichts. Wer kann schon sagen, wie viele Geräte Sie neu gekauft haben, die durch Überspannung einen kleinen Defekt entwickelt haben, Sie aber geglaubt haben, das Gerät sei "durch Altersschwäche" kaputt gegangen? Wenn es diese "Altersschwäche" in der Elektronik gäbe, müssten ja alle gleichen Geräte automatisch nach einer bestimmten Zeitspanne mehr oder weniger zeitgleich kaputt gehen. 

 

 

Der korrekt aufgebaute Blitz- und Überspannungsschutz

Ein Blitz- und Überspannungsschutz muss immer individuell geplant werden, und die entsprechenden Vorschriften und Bedingungen füllen ganze Bücher. Dennoch möchte ich versuchen, dies in Kurzform zu erklären:

Es gibt den äußeren Blitzschutz (Blitzableiter auf dem Dach) und den inneren Blitzschutz (Überspannungsschutzgeräte in der Elektro-Verteilung).

Hat man einen äußeren Blitzschutz (Blitzableiter), muss man auch zwingend einen inneren Überspannungsschutz (meist in der Elektro-Verteilung) haben.

Innerhalb des Hauses ist der Überspannungsschutz 3-stufig aufgebaut:

 

 

Stufe 1: Grobschutz 

Der Grobschutz leitet einen Großteil der Überspannung gegen Erde ab, schafft es technisch bedingt aber nicht, Spannungen von mehreren 10.000 Volt in der geforderten Zeit abzuleiten und lässt eine nicht unerhebliche Überspannung durch.

 

 

 

 

 

Quelle: DEHN

 

 

Stufe 2: Mittelschutz

Der Mittelschutz leitet jene Überspannungen ab, für die der Grobschutz technisch nicht in der Lage ist. Jedoch lässt auch der Mittelschutz minimale Überspannungen noch durch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: DEHN

 

 

Stufe 3: Feinschutz

Vor den zu schützenden Endgeräten (z.B. Gefrierschrank, PC, Flachbildschirm, Internet-Router usw.) wird ein Feinschutz installiert, der auch die restliche Überspannung heraus filtert, die der Mittelschutz noch durchgelassen hat, oder die sich aufgrund von Leitungslängen und induktiven Einkopplungen gebildet hat.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: DEHN

 

>>>  Für einen zuverlässigen Überspannungsschutz sind in der Regel alle 3 Stufen notwendig <<<

 

Überspannungen gibt's nicht nur im Stromnetz!

Was oft vergessen wird: Nicht nur über die Stromleitungen können Überspannungen auftreten. Schon so mancher, der bei jedem Gewitter immer brav alle Stecker aus den Steckdosen gezogen hat, machte lange Gesichter, als seine Geräte trotzdem kaputt gingen.

Was war geschehen?

Nun, solange noch Telefon-, Fernseh- und Netzwerkleitungen in den Geräten stecken, können auch über diese Leitungen Überspannungen in die Geräte kommen und sie zerstören. Darum sollten bei einem vernünftigen Überspannungsschutzkonzept nicht nur die Stromleitungen, sondern auch die Datenleitungen abgesichert werden!

 

Wirkungsvollen Überspannungsschutz gibt's nur vom Fachmann

Schon mancher glaubte, mit einer Überspannungsschutz-Steckdose aus dem Baumarkt zuverlässig geschützt zu sein, und schaute dumm aus der Wäsche, als seine Geräte troztdem kaputt gingen. Diese Geräte schützen im besten Fall vor niedrigen Überspannungen. Meist dienen sie nur dazu, dem Käufer ein gutes Gefühl zu geben und dem Verkäufer die Taschen voll zu machen.

Ein richtig konzeptioniertes Überspannungsschutzkonzept gibt's nicht im Baumarkt, sondern beim Experten,
und muss immer individuell geplant werden.


Gerne komme ich zu Ihnen nach Hause, um ein unverbindliches Angebot zu erstellen.

Bei Interesse an einer Beratung rufen Sie mich einfach an, oder schreiben Sie mir eine E-Mail.

Telefon: 0 27 32 - 28 0 33
E-Mail: E-Mail senden

Bitte haben Sie Verständnis, dass nur Anfragen aus dem Raum 57223 Kreuztal und ca. 30 Kilometer Umkreis (z.B. Siegen, Olpe, ...) bearbeitet werden können.

 

zurück

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Michael Rohde Elektrotechnik